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Kleines Lexikon zur Gesundheits- und Persönlichkeitsförderung
Begriffe aus den Bereichen Ernährung, Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung
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DiätDer Begriff Diät kommt von diaita (griech.) und wurde ursprünglich im Sinne von „Lebensweise“ verwendet. Die Diätetik beschäftigt sich auch heute noch wissenschaftlich mit der „richtigen“ Ernährungs- und Lebensweise. Diäten werden hauptsächlich aus zwei Gründen angewendet:
1. Als Reduktionsdiät oder als Diät zur Gewichtszunahme,
2. als Diät zur Krankheitsbehandlung.
Jede Diätform, sei es zum Abnehmen oder sei es zur unterstützenden Krankheitsbehandlung, basiert auf einer Verminderung oder Vermehrung des Anteils bestimmter Nahrungsbestandteile (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße, Vitamine, Spurenelemente) gegenüber den anderen und/oder einer Erniedrigung oder Erhöhung der zugeführten Gesamtenergiemenge („Kalorien“) sowie ggf. einer bilanzierten Veränderung der Flüssigkeitszufuhr.
Reduktionsdiäten sollten nur kurzzeitig sein und bei Extremformen nur unter ärztlicher Aufsicht, erfolgen. Eine Reduktionsdiät kann nur dann dauerhaften Erfolg haben, wenn ihr eine dauerhafte Umstellung der Ernährung folgt, in nicht mehr Energie in Form von Nahrung zugeführt wird, als der Körper braucht. Eine Lebensumstellung hin zu ausgewogener Ernährung und vermehrter körperlicher Aktivität gilt als empfehlenswert. Beim Rückfall in alte Ess- und Lebensgewohnheiten kommt es meist zu einem Wiederanstieg des Körpergewichts, dem sog. Jo-Jo-Effekt.
Es gibt mittlerweile duzende von Diäten oder Ernährungsformen, die angeboten werden, weil immer mehr Menschen schlanker aussehen wollen oder abnehmen müssen. Leider sind Diäten selten auf Dauerhaftigkeit ausgelegt und oft gesundheitlich nicht ganz unbedenklich.
Sinnvoller wäre eine gezielte Ernährungsumstellung mit kompetenter Betreuung, die individuell auf die Person ausgerichtet ist, um eine dauerhafte Lösung zu schaffen.
Freie RadikaleFreie Radikale sind Moleküle, denen ein Elektron fehlt und die nun mit Macht anderen Mole-külen ein Elektron entreißen wollen und damit Zellen schädigen. Innerhalb von Sekunden verlieren hunderttausend Zellen ihre Elektronen. Täglich werden Zellen mehrfach von freien Radikalen angegriffen. Es sind solche Mengen von Radikalen, dass die Vitamine zum Schutz nicht ausreichen würden und der Körper zusätzlich antioxidative Enzyme produziert, die noch effektiver im Körper aufräumen. Diese Enzyme wie auch die antioxidativen Vitamine haben ein freies Elektron, das sie an die freien Radikalen abgeben können, um diese so zu entschärfen. Damit diese Enzyme gebildet werden können, benötigt der Körper Rohstoffe, die ihm durch Spurenelemente wie Selen, Zink, Mangan, Kupfer und Eisen gegeben werden. Pflanzen panzern ihre Zellen mit Antioxidanitien, das sind die bunten Farbstoffe, um die freien Radikale zu neutralisieren.
MikronährstoffeMikronährstoffe sind Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und auch Pflanzenbegleitstoffe, die unser Organismus über die Nahrung aufnehmen muss und die sehr unterschied-liche wichtige Aufgaben im Organismus des Menschen zu erfüllen haben. Nur wenige dieser Stoffe können vom Körper gespeichert oder gar hergestellt werden. Somit ist eine regel-mäßig Zufuhr notwendig, um eine optimale Funktion des Körpers zu gewährleisten. Fehlt ein Vitalstoff am Anfang eines Produktionsprozesses im Organismus, kann der weitere Ablauf nicht fortschreiten oder es müssen Umwege gemacht werden. Das verlangsamt den Stoff-wechsel und lässt die Leistungsfähigkeit sinken. Alle Vitalstoffe arbeiten wie ein Netzwerk zusammen.
MineralstoffeMineralstoffe teilen sich in Mengen- und Spurenelemente aufgrund der Mengen, die von unserem Organismus benötigt werden. Auch wenn manche Stoffe nur in sehr geringen Mengen gebraucht werden, haben alle Mineralstoffe unverzichtbare Aufgaben in unserem Körper zu erfüllen. Folgende Mengenelemente gibt es: Calcium, Chlor, Kalium, Magnesium, Phosphor, Schwefel, Natrium. Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium und Phosphor zählen zu den Baustoffen.Eisen, Iod, Kupfer gehören zu den Reglerstoffen.
In Lebensmitteln finden wir Mineralstoffe in Form von anorganischen Salzen, gelösten Elektrolyten oder als organische Verbindungen, die z. B. an Eiweiß gebunden sind. Mineralstoffe und Spurenelemente haben verschiedene Funktionen:
- sie sind sehr wichtig für die Regulation des Wasserhaushalts innerhalb und außerhalb der Zellen
- sie sind an Hunderten von Stoffwechselreaktionen und an der Bildung vieler Enzyme beteiligt
- sie binden Schwermetalle und werden über die Nieren ausgeschieden
- sie erzeugen elektrische Ströme und übertragen Nervenimpulse
- sie sind Bausteine für Hormone und haben wichtige Funktionen im Immunsystem
- sie sorgen für Austausch von Nähr- und Abbaustoffen für die Zellen und sie steuern den Säure-Basen-Haushalt des Körpers
NährstoffeNährstoffe sind Bestandteile der Nahrung, die entweder Energie liefern (Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate) oder für die Stoffwechselvorgänge im Körper wichtig sind (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente).
SpurenelementeAls Spurenelemente bezeichnet man Mineralstoffe, die im Gegensatz zu den Mengenelementen von weniger als 50 mg pro Kilogramm vorkommen. Diese chemischen Stoffe müssen dem Körper täglich zugeführt werden, damit dieser seine lebenswichtigen Stoffwechsel-Funktionen fortführen kann. Ein Fehlen von essentiellen (lebensnotwendigen) Spurenelementen kann zu schweren physiologische Schäden führen. Bekannte Mangelerscheinungen sind Anämie bei Eisenmangel oder Stoffwechselstörungen bei Jodmangel. Eine stark überhöhte Aufnahme kann eine Vergiftung bewirken. Folgende Mineralstoffe gehören zu den Spurenelementen: Chrom, Eisen, Fluor, Iod, Cobalt, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen, Silicium, Vanadium, Zink.
Diese Spurenelemente sind entweder wichtige Bestandteile von Enzymen, Vitaminen und Hormonen oder wirken im Sinne von Coenzymen katalysierend oder aktivierend bei bestimmten Stoffwechselreaktionen.
VitalstoffeVitalstoffe sind Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, Eiweiße und Fettsäuren und erfüllen lebensnotwendige Aufgaben in zahlreichen Stoffwechselprozessen unseres Körpers. Daneben wird ihnen ein krankheitsvorbeugender Effekt zugeschrieben. Liegen Einschränkungen der Leistungsfähigkeit und des Wohlbefindens vor, kann die Ursache in einem Vitalstoffmangel liegen.
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