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Kleines Lexikon zur Gesundheits- und Persönlichkeitsförderung
Begriffe aus den Bereichen Ernährung, Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung
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Begriff
Beschreibung
AdipositasBei der Adipositas bzw. Fettleibigkeit handelt es sich um ein starkes Übergewicht, das durch eine über das normale Maß hinausgehende Vermehrung des Körperfettes mit krankhaften Auswirkungen gekennzeichnet ist. Eine Adipositas liegt ab einem Körpermasseindex (BMI) von 30 vor, wobei drei Schweregrade unterschieden werden, zu deren Abgrenzung ebenfalls der BMI herangezogen wird. Indikatoren für den Anteil von Körperfett und dessen Verteilung sind der Bauchumfang und das Taille-Hüft-Verhältnis. Wer sich in den höheren BMI-Bereichen über 25 befindet, sollte seinen Fettanteil messen lassen. Falls dieser zu hoch ist, ist eine Ernährungsumstellung sinnvoll. Ein zu hoher Fettanteil ist Ursache für viele Entzündungen und damit verbundenen Krankheiten im Körper.
BlutfetteBlutfette gehören wie auch alle anderen Fette und fettähnlichen Substanzen zu der Gruppe der Lipide. Sämtliche Lipide lösen sich in Wasser kaum auf - sie bilden einen Ölfilm. Fett ist der wichtigste Speicherstoff des Organismus. Diese Nährstoffe können außerdem, bei einem Überangebot, vom Körper auch in Fette umgewandelt und gespeichert werden. Hauptanteil der Nahrungsfette sind die Triglyceride, die auch Neutralfette genannt werden. Über die Nahrung gelangen Fette, nach verschiedenen Umbau- und Spaltungsprozessen, in das Blut. Jetzt werden sie als Blutfette bezeichnet. Da Fette sehr schlecht wasserlöslich sind, sie aber trotzdem im Blut transportiert werden, geschieht dies mit Hilfe von Lipoproteinen. Die Analyse des Blutfettgehalts ist sinnvoll und notwendig, weil ein erhöhter Blutfettgehalt das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung stark erhöht. Wichtig ist auch das Verhältnis von HDL und LDL. Es gibt Auskunft über die Ausgewogenheit der Blutfette.
CholesterinCholesterin gehört zu den Nahrungsfetten. Es wird sowohl mit der Nahrung aufgenommen, als auch im Körper gebildet (v.a. in der Leber und Darmschleimhaut) . Beim Menschen wird Cholesterin zum Großteil (90 %) im Körper selbst hergestellt (synthetisiert) und nur zu einem kleinen Teil mit der Nahrung aufgenommen. Cholesterin ist ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen, es ist aber auch die Vorstufe von Gallensäuren und Steroidhormonen. Bei ausreichender Sonneneinstrahlung kann der Körper aus Cholesterin die Vorstufe für Vitamin D bilden. Organe mit hohem Cholesterinbedarf sind das Gehirn sowie die Nebennieren, Eierstöcke und Hoden. Etwa ein Viertel des gesamten Cholesterins ist im Gehirn enthalten. Im Blut wird Cholesterin wegen seiner schlechten Wasserlöslichkeit an Eiweiß gebunden und erst dann transportiert. Dieses Transport-Cholesterin heißt HDL und LDL. Das Verhältnis von HDL und LDL muss stimmen, da ein Übermaß vom LDL ein Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen darstellt.
DiätDer Begriff Diät kommt von diaita (griech.) und wurde ursprünglich im Sinne von „Lebensweise“ verwendet. Die Diätetik beschäftigt sich auch heute noch wissenschaftlich mit der „richtigen“ Ernährungs- und Lebensweise. Diäten werden hauptsächlich aus zwei Gründen angewendet:
1. Als Reduktionsdiät oder als Diät zur Gewichtszunahme,
2. als Diät zur Krankheitsbehandlung.
Jede Diätform, sei es zum Abnehmen oder sei es zur unterstützenden Krankheitsbehandlung, basiert auf einer Verminderung oder Vermehrung des Anteils bestimmter Nahrungsbestandteile (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße, Vitamine, Spurenelemente) gegenüber den anderen und/oder einer Erniedrigung oder Erhöhung der zugeführten Gesamtenergiemenge („Kalorien“) sowie ggf. einer bilanzierten Veränderung der Flüssigkeitszufuhr.
Reduktionsdiäten sollten nur kurzzeitig sein und bei Extremformen nur unter ärztlicher Aufsicht, erfolgen. Eine Reduktionsdiät kann nur dann dauerhaften Erfolg haben, wenn ihr eine dauerhafte Umstellung der Ernährung folgt, in nicht mehr Energie in Form von Nahrung zugeführt wird, als der Körper braucht. Eine Lebensumstellung hin zu ausgewogener Ernährung und vermehrter körperlicher Aktivität gilt als empfehlenswert. Beim Rückfall in alte Ess- und Lebensgewohnheiten kommt es meist zu einem Wiederanstieg des Körpergewichts, dem sog. Jo-Jo-Effekt.
Es gibt mittlerweile duzende von Diäten oder Ernährungsformen, die angeboten werden, weil immer mehr Menschen schlanker aussehen wollen oder abnehmen müssen. Leider sind Diäten selten auf Dauerhaftigkeit ausgelegt und oft gesundheitlich nicht ganz unbedenklich.
Sinnvoller wäre eine gezielte Ernährungsumstellung mit kompetenter Betreuung, die individuell auf die Person ausgerichtet ist, um eine dauerhafte Lösung zu schaffen.
ErnährungstypJeder Mensch hat individuelle Gene und ein unterschiedlich arbeitendes Gehirn. Daraus entstehen die unterschiedlichen Persönlichkeitstypen. Ebenso reagiert jeder Mensch anders auf Nahrung und sollte beachten, was ihm gut tut und was ihm eher schadet. Dabei kommt es weniger auf den Geschmack an als auf das, was der Körper durch die Aufnahme der Nahrung damit macht. Die Körperfunktionen laufen am besten, wenn eine Nahrung zugeführt wird, die den Stoffwechsel optimal unterstützt. Welche Dominanz das Nervensystem (Sympathikus, Parasympathikus) oder das Verbrennungssystem zur Steuerung der Körperfunktionen hat, entscheidet darüber, welches Verhältnis von Kohlenhydraten, Eiweissen und Fetten in einer Mahlzeit vorhanden sein sollten. Durch einen Test ist feststellbar, welche Tendenzen ein Mensch aktuell hat. Der Ernährungstyp ändert sich im Laufe des Lebens und je Lebensphase. Hat der Mensch sein Bauchgefühl für die richtige Nahrung entwickelt, merkt er selber, welche Nahrung ihm am besten tut und was er besser meiden sollte.
FetteFette kommen sowohl in tierischer als auch in pflanzlicher Form vor. Fette sind wichtige Energielieferanten, Bausteine der Zellmembranen, Bestandteile des Nervengewebes, wichtig für die Wärmeisolation des Körpers und werden für die fettlöslichen Vitamine, Hormone und die Gallensäure benötigt. Es gibt gesättigte, einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Die letzteren sind essentiell, das bedeutet, dass der menschliche Organismus nur beschränkt fähig ist, mehrfach ungesättigte Fettsäuren selbst herzustellen. Sie müssen also über die Nahrung zugeführt werden. Die größte gesundheitliche Bedeutung haben die Ölsäure z. B. in Olivenöl und die Omega 3-Fettsäuren, die am besten aus Tiefseefischen wie Lachs, Thunfisch, Hering, Makrele und Heilbutt sind, und pflanzlich in Lein-, Raps- und Walnussöl vorkommen. Dennoch ist auch hier ein zuviel eher schädlich als nützlich.
KalorienKalorie ist eine alte Maßeinheit der Energie, insbesondere der Wärmemenge, mit mehreren leicht unterschiedlichen Definitionen. Es ist die Wärmemenge, die benötigt wird, um 1 Gramm Wasser von 4 °C auf 5 °C zu erwärmen. Wieviel die unterschiedlichen Nährstoffe benötigen, um eine bestimmte Wärme zu erzeugen (physikalischer Brennwert), wird in Kalorien gemessen. Die Angaben auf den Lebensmitteln stellen jenen Energiewert dar, der durch den menschlichen Stoffwechsel (Verdauung) im Mittel gewonnen wird. So haben Kohlenhydrate und Eiweiße pro Gramm 4,1 kcal und 1 g Fett dagegen 9,6 kcal. Die Angaben auf den Lebensmitteln sind immer ein Gemisch aus allen dreien. Leider wird immer noch zu sehr auf diese Gesamtwerte geachtet und meist das Fettarme vorgezogen. Wer sich nur auf die Kalorien konzentriert, achtet nicht auf die Balance aller Nährstoffe und tendiert schnell zu erhöhten Mengen von Kohlenhydraten. Der menschliche Körper benötigt immer eine ausgewogene Zusammenstellung sowohl von Eiweiß als auch von Fetten und Kohlenhydraten.
MakronährstoffeMakronährstoffe werden Kohlenhydrate, Eiweiß und Fette genannt, da sie in größeren Mengen für den Organismus zur Verfügung stehen müssen.
Omega 6-FettsäurenGerade bei der aus tierischen Fetten stammende Archidonsäure (eine Omega 6-Fettsäure) können bei einem Zuviel Entzündungen im Körper auftreten. Problematisch ist, dass das Verhältnis von Omega 3- zu Omega 6-Fettsäuren bei 1:8 liegt und Untersuchungen in der Bevölkerung auch Werte von 1:20 (bis 50) gezeigt haben, optimal wäre 1:5. Auch n-6-Fettsäuren (engl. n-6-fatty acids).
Eine spezielle Gruppe von mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die für den Menschen lebensnotwendig ist. Zu ihnen gehört z. B. die Linolsäure, die reichlich in Sonnenblumenöl, Maiskeimöl, Soja- und Distelöl enthalten ist.
VerdauungAls Verdauung bezeichnet man den Aufschluss der Nahrung im Verdauungstrakt mit Hilfe von Verdauungsenzymen. Dabei entstehen durch chemische Spaltung aus Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen Verbindungen, die zum Teil in Energie umgewandelt bzw. ansonsten bei der Produktion von neuer Körpersubstanz eingesetzt werden, indem der lebende Organismus sie nach einem chemischen Umbau in die verschiedensten Zellstrukturen einbaut. Beim Menschen findet die Verdauung im Mund, Magen, Zwölffingerdarm, im Dünndarm und im Dickdarm statt. Jeder Bereich hat unterschiedliche Funktionen und Aufgaben zu erfüllen. Eine gute Verdauung ist extrem wichtig für einen gut funktionierenden Organismus und eine gute Verwertung der zugeführten Nährstoffe. Daher ist es sehr wichtig, dass darauf geachtet wird, welche Nahrung wir zu uns führen und dass genug von allen wichtigen Vitalstoffen mitenthalten sind.
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